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Der Euro wurde vor 10 Jahren gesetzliches Zahlungsmittel

In der Neujahrsnacht 2002 war es soweit: Erstmalig konnten die neuen Euro Scheine aus dem Geldautomaten gezogen werden. Der Euro wurde zum 1. Januar 2002 für mehr als 300 Millionen Menschen als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt.

Statistiker können noch so argumentieren, dass die Inflationsrate der vergangenen Jahre weit unter der Inflationsrate zu D-Mark-Zeiten lag. Kaum waren die Scheine und Münzen im Umlauf, da hatte die europäische Gemeinschaftswährung ihren Namen weg. „Der Euro ist ein Teuro“.  Dieses Wortspiel wurde auch gleich zum Wort des Jahres gekürt.

Im Vergleich zum Dollar hat der Euro einen rasanten Höhenpflug hingelegt. Als der Euro in 2002 starte, hatte 1 Euro lediglich einen Gegenwert von 0,84 US Dollar.

Aber die Welt hatte Vertrauen in die neue Währung. Der Euro wurde von den Märkten angenommen und ist in einem Jahrzehnt  zur zweitwichtigsten Währung nach dem US Dollar aufgestiegen. Besonders die Zentralbanken in Asien ersetzen Dollar durch Euro, um nicht mehr einseitig abhängig  zu sein.

Bis zum April 2008 stieg der Eurokurs zum Dollar auf 1,60. Damit hatte sich der Wert des Euros gegenüber dem US Dollar fast verdoppelt. Kursschwankungen sind an sich etwas ganz normales. Seit Dezember 2009 unterliegt der Euro etwas größeren Schwankungen. Zu Jahresbeginn hat er sich bei 1,29 US-Dollar eingependelt.

Trotz der Turbulenzen der letzten Monate geprägt durch Staatsschuldenkrisen, milliardenschwere Rettungsschirme und einen Notgipfel nach dem anderen würden sich die Deutschen aber nur ungern vom Euro verabschieden. Einer Umfrage zufolge finden es nahezu zwei Drittel der Bundesbürger gut, dass es die gemeinsame europäische Währung gibt.



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