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Der Vertrag von Lissabon - Die EU-Reform 2008

Am 13. Dezember 2007 unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten einen Vertrag, der die Europäische Union moderner und transparenter gestalten soll: Den Vertrag von Lissabon. Es war geplant, dass er noch noch vor den Wahlen zum Europaparlament im Juni 2009 in Kraft treten sollte.  Nach einigen Schwierigkeiten und einem gescheiterten Referendum in Irland ist er letztendlich am 1. Dezember 2009 in Kraft getreten.

Überblick über die Geschichte, Struktur und Verträge der EU

Einen Überblick über die Geschichte, Struktur und Verträge der Europäischen Union findet man hier.

Vertrag über eine Verfassung für Europa

Zur Reform der Europäischen Union beauftragten die Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten im Dezember 2001 einen Konvent (Europäischer Konvent) aus Parlamentariern und Regierungsvertretern unter der Leitung von Valéry Giscard d'Estaing mit der Ausarbeitung eines neuen Europavertrages. ...

Der Vertrag über die Europäische Union oder auch als Vertrag von Maastricht bezeichnet

Am 7. Februar 1992 wurde der Vertrag über die Europäische Union (EU) in Maastricht unterzeichnet und am 1. November 1993 trat er in Kraft.
Der Maastrichter Vertrag wird der Vertrag über die Europäische Union bezeichnet. Er wurde 1992 in Maastricht (Niederlande) unterzeichnet wurde. Darin wurden zusätzliche Ziele der EU formuliert, wie beispielsweise die Errichtung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, die Schaffung einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und die Erweiterung der Zusammenarbeit in der Justiz- und Innenpolitik.

Die 'Drei Säulen' der Europäischen Union

Die 'Drei Säulen'-Struktur der Euroäische Union wurde durch Vertrag von Maastricht eingeführt.

GASP - Grundsatz einer Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU

Der Grundsatz einer Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) wurde 1992 im Vertrag von Maastricht verankert. ...

Opting out-Klausel

Dänemark und das Vereinigte Königreich hatten sich im Vertrag von Maastricht eine sogenannte opting out- Klausel ausbedungen. Danach konnten diese beiden Länder auch bei Erfüllung der Konvergenz-Kriterien selbst entscheiden, ob sie der Währungsunion beitreten, was bis heute nicht der Fall ist.

'No bail out'-Klausel

EG-vertraglich ist seit dem Vertrag von Maastricht durch die sogenannte "No bail out"-Klausel sichergestellt, dass ein Euro-Teilnehmerland nicht für Verbindlichkeiten und Schulden anderer Teilnehmerländer haften oder aufkommen muss. Die Regelung findet sich in Art. 125 AEUV wieder, welcher Teil des Vertrags von Lissabon ist.

Der Vertrag von Nizza

Der Vertrag von Nizza wurde am 11. Dezember 2000 beim Europäischen Rat in Nizza von den Staats- und Regierungschefs unterzeichnet und trat nach dem Ratifizierungsverfahren am 1. Februar 2003 in Kraft. ...

Der Vertrag von Amsterdam

Der Vertrag von Amsterdam aus dem Jahr 1997 verändert und ergänzt den Vertrag von Maastricht, löst diesen aber nicht ab. Er sollte ursprünglich dazu dienen, die Europäische Union auch nach der Osterweiterung handlungsfähig zu halten. ...

Das Schengener Abkommen

Im Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ), besser bekannt als Schengener Abkommen, vereinbarten 1990 mehrere europäische Staaten, auf Kontrollen des Personenverkehrs an ihren gemeinsamen Grenzen zu verzichten. ...

Einheitliche Europäische Akte (EEA)

Die Einheitliche Europäische Akte (EEA) ist die erstmalige Änderung der Römischen Verträge. Die Unterzeichnung erfolgte am 17./18. Februar 1986 in Luxemburg und Den Haag. ...

Der Fusionsvertrag

Der Vertrag zur Einsetzung eines gemeinsamen Rates und einer gemeinsamen Kommission der Europäischen Gemeinschaften („Fusionsvertrag“) wurde am 8. April 1965 in Brüssel unterzeichnet und ist am 1. Juli 1967 in Kraft getreten. ...

Römische Verträge

Die sogenannten Römischen Verträge aus dem Jahr 1957 sind die Gründungsdokumente der heutigen Europäischen Union (EU). ...

Die drei Europäischen Gemeinschaften

Die EWG, EURATOM (vorher EAG) und EGKS bezeichnete man als die drei Europäischen Gemeinschaften. ...

Vertrag von Paris - EGKS - Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl - Montanunion

Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande vereinbarten am 18. April 1951 im Vertrag von Paris die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Die EGKS – oft auch Montanunion genannt. Er trat am 23. Juli 1952 in Kraft. ...

Die Schuman-Erklärung

Am 9. Mai 1950 wurde in Paris die internationale Presse für 18.00 Uhr in den Uhrensaal des französischen Außenministeriums am Quai d'Orsay zusammengerufen, um eine "Erklärung von höchster Bedeutung" entgegenzunehmen. Schon die ersten Zeilen dieser Erklärung, die vom französischen Außenminister Robert Schuman verlesen und erläutert wird (Schuman-Erklärung) und aus der Feder seines Mitarbeiters Jean Monnet stammt, lassen einen ehrgeizigen Plan erkennen.